Sportschießen
Torsten Nagel
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Disziplinen im Sportschießen

Luftpistole Zentralfeuerpistole .30 bis .38 Vorderladerpistole/-revolver Unterhebelrepetierer
Sportpistole .22 Großkaliberpistole/-revolver Vorderladergewehr Historische Einzellader (Westernwaffen)
Standardpistole     Ordonnanzgewehr


Hier eine kurze Übersicht der gängigsten Disziplinen im Sportschießen.

Die Beschreibungen sollen einem interessierten Nichtschützen nur einen allgemeinen Überblick über den Ablauf der einzelnen Disziplinen geben, daher wurde auf Details wie z. B. vorgeschriebenes Abzugsgewicht, Abmessungen und Gewicht der Sportgeräte, etc. verzichtet.
Diese Einzelheiten lassen sich bei Interesse in der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes nachlesen.


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Luftpistole:

Die Disziplin Luftpistole ist die traditionelle (und ideale) Disziplin für Neueinsteiger, um den grundlegenden Umgang mit dem Sportgerät zu erlernen.
Dazu zählen einerseits die "technischen Grundlagen" des Sportschießens (Schießhaltung, Zielen, Abzugstechnik und Atemtechnik), aber auch Konzentrationsfähigkeit und Kondition.

 

Geschossen wird einhändig mit einer Einzellader-Luftpistole (Federdruck, Pressluft oder CO²) im Kaliber 4,5 mm auf eine Distanz von 10 m.

Eine Wertungsserie besteht dabei aus 40 Schüssen, für die dem Schützen max. 75 Minuten zur Verfügung stehen.
Vor Beginn der Wertungsserie kann der Schütze beliebig viele Probeschüsse auf entsprechend gekennzeichnete Probescheiben abgeben. Sobald der erste Wertungsschuß abgegeben wurde, sind weitere Probeschüsse nicht mehr zulässig.

Die Zeit von 75 Minuten beinhaltet auch die Probeschüsse, das Laden der Pistole und den Scheibenwechsel.
 

Üblicherweise werden zwei Schüsse je Scheibe abgegeben (bei größeren Meisterschaften nur ein Schuß je Scheibe).

Die Scheibe ist in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 15,5 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 1,6 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 1,2 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Maximal sind mit einer 40-Schuß Serie 400 Ringe erreichbar.

Luftpistole

Luftpistole mit Federdruck (Seitenspanner)

Luftpistolenscheibe

Scheibe für Luftpistole


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Sportpistole .22 (KK):

Geschossen wird einhändig mit einer Pistole im Kaliber .22 (sog. Kleinkaliber) auf eine Distanz von 25 m.

Eine Wertungsserie besteht dabei aus 30 Schüssen, wobei jeweils 15 Schüsse in den beiden Teildisziplinen "Präzision" und "Zeitserie" abgegeben werden.

Sportpistole .22

Sportpistole .22
 

Präzision:

In drei Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben für die dem Schützen max. 5 Minuten zur Verfügung stehen.
Im Gegensatz zur Disziplin Luftpistole ist dies die reine Schießzeit, d. h. das Laden der Pistole mit 5 Patronen erfolgt vor Beginn der Zeitmessung, nach einem Kommando der Standaufsicht.

Vor dem ersten Wertungsdurchgang gibt es einen Probedurchgang, in dem ebenfalls 5 Schüsse in 6 Minuten abgegeben werden.

Die Scheibe ist in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Maximal sind mit einer 15-Schuß Serie 150 Ringe erreichbar.

Zeitserie:

In drei Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben.

Das Besondere an dieser Teildisziplin ist, daß sich die Scheibe zu Beginn um 90° zur Seite dreht. Nach 7 Sekunden dreht sich die Scheibe für 3 Sekunden dem Schützen zu. In dieser Zeit muß der Schütze mit der Pistole in Anschlag gehen, zielen und einen Schuß abgeben. Danach dreht sich die Scheibe wieder für 7 Sekunden weg und der Ablauf beginnt von vorne. Ein Durchgang dauert insgesamt also 50 Sekunden.

Vor dem ersten Wertungsdurchgang gibt es auch hier einen Probedurchgang, in dem unter gleichen Bedingungen 5 Schüsse abgegeben werden.

Die Scheibe bei der Zeitserie ist nur in fünf Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 5) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 8 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 10 cm. Im Gegensatz zur Präzisionsscheibe sind alle Ringe schwarz.

Maximal sind mit einer 15-Schuß Serie 150 Ringe erreichbar.
 

Präzisionsscheibe

Scheibe für Präzision

Scheibe für Zeitserie

Scheibe für Zeitserie

 
Die Ergebnisse aus Präzision und Zeitserie werden addiert, d. h. es sind maximal 300 Ringe erreichbar.


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Standardpistole:

Geschossen wird einhändig mit einer Pistole im Kaliber .22 (sog. Kleinkaliber) auf eine Distanz von 25 m. Üblicherweise wird hierbei die gleiche Pistole wie in der Disziplin Sportpistole .22 verwendet.

Eine Wertungsserie besteht dabei aus 60 Schüssen, wobei jeweils 20 Schüsse in den Teildisziplinen "Präzision", "langsame Zeitserie" und "schnelle Zeitserie" abgegeben werden.

 

Präzision:

In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben für die dem Schützen max. 150 Sekunden zur Verfügung stehen.
Im Gegensatz zur Disziplin Luftpistole ist dies die reine Schießzeit, d. h. das Laden der Pistole mit 5 Patronen erfolgt vor Beginn der Zeitmessung, nach einem Kommando der Standaufsicht.

Vor dem ersten Wertungsdurchgang gibt es einen Probedurchgang, in dem ebenfalls 5 Schüsse in 150 Sekunden abgegeben werden.

Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar.

Präzisionsscheibe

Scheibe für Präzision und Zeitserien

 

langsame Zeitserie:

In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben, einen Probedurchgang gibt es nicht.

Das Besondere an dieser Teildisziplin ist, daß sich die Scheibe zu Beginn um 90° zur Seite dreht. Nach dem Start dreht sich die Scheibe für 20 Sekunden dem Schützen zu. In dieser Zeit muß der Schütze 5 Schüsse abgeben.

Es wird hierbei die gleiche Scheibe wie in der Teildisziplin "Präzision" verwendet.

Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar.

schnelle Zeitserie:

In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben, einen Probedurchgang gibt es nicht.

Die "schnellen Zeitserie" unterscheidet sich nur durch die Zeitvorgabe von der "langsamen Zeitserie". Hier stehen dem Schützen nur 10 Sekunden für 5 Schüsse zur Verfügung, was den Schwierigkeitsgrad natürlich deutlich erhöht.

Es wird hierbei die gleiche Scheibe wie in der Teildisziplin "Präzision" verwendet.

Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar.

 
 
Die Ergebnisse aus Präzision und beiden Zeitserien werden addiert, d. h. es sind maximal 600 Ringe erreichbar.


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Zentralfeuerpistole .30 bis .38:

Diese Disziplin hat den gleichen Ablauf wie Sportpistole .22, nur das die hier verwendeten Sportgeräte über ein größeres Kaliber verfügen (zwischen .30 und .38).


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Großkaliberpistole/Großkaliberrevolver:

Die beiden Sammelbegriffe stehen für insgesamt vier separate Disziplinen, die sich nur durch die verwendeten Sportgeräte unterscheiden:
 

Großkaliberpistole .45

Pistole .45

 

Großkaliberpistole 9 mm,

Pistole 9mm

Großkaliberrevolver .357

Revolver .357

 

und Großkaliberrevolver .44

Revolver .44

Die Distanz beträgt bei allen vier Disziplinen 25 m.
Ähnlich wie bei der Disziplin Sportpistole .22 gibt es auch hier die beiden Teildisziplinen "Präzision" und "Zeitserie", aber es werden jeweils 20 Schüsse abgegeben und die maximale Schießzeit ist kürzer.

Der größte Unterschied liegt jedoch darin, daß der Schütze den Revolver oder die Pistole mit beiden Händen halten darf.

 

Präzision:

In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben für die dem Schützen max. 150 Sekunden zur Verfügung stehen. Dies ist die reine Schießzeit, d. h. das Laden mit 5 Patronen erfolgt vor Beginn der Zeitmessung nach einem Kommando der Standaufsicht.

Vor dem ersten Wertungsdurchgang gibt es einen Probedurchgang, in dem ebenfalls 5 Schüsse in 150 Sekunden abgegeben werden.

Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar.
 

Zeitserie:

In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben, einen Probedurchgang gibt es nicht.

Das Besondere an dieser Teildisziplin ist, daß sich die Scheibe zu Beginn um 90° zur Seite dreht. Nach dem Start dreht sich die Scheibe für 20 Sekunden dem Schützen zu. In dieser Zeit muß der Schütze 5 Schüsse abgeben.

Auch hier wird die gleiche Scheibe wie bei der Zeitserie der Disziplin  Sportpistole .22 verwendet, d. h. nur in fünf Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 5) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 8 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 10 cm und alle Ringe sind schwarz.

Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar.
 

Präzisionsscheibe

Scheibe für Präzision

Scheibe für Zeitserie

Scheibe für Zeitserie

 
Die Ergebnisse aus Präzision und Zeitserie werden addiert, d. h. es sind maximal 400 Ringe erreichbar.


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Vorderladerpistole/Vorderladerrevolver:

Hier gibt es drei verschiedene Disziplinen, die sich nur durch die verwendeten Sportgeräte unterscheiden: Perkussionspistole, Perkussionsrevolver und Steinschloßpistole. Die Distanz beträgt bei allen drei Disziplinen 25 m.

Es werden einhändig 15 Wertungsschüsse abgegeben für die dem Schützen max. 40 Minuten zur Verfügung stehen. Die Zeit beinhaltet auch den Ladevorgang, der bei diesen Disziplinen natürlich wesentlich länger dauert als z. B. bei den Großkaliberdisziplinen.

Vor der Wertungsserie gibt es einen 10-minütigen Probedurchgang, in dem der Schütze beliebig viele Probeschüsse abgegeben kann.
 

 Perkussionspistole

Perkussionspistole

Perkussionsrevolver

 
Die Besonderheit ist, daß keine fertige Patronenmunition verwendet wird, sondern Schwarzpulver, Geschoß und Zündsatz separat geladen werden müssen.
Perkussionspistole und Steinschloßpistole sind einschüssig, während der Perkussionsrevolver über eine Trommel mit üblicherweise 6 Kammern verfügt, die aber ebenfalls alle einzeln mit Pulver, Geschoß  und Zündsatz versehen werden müssen.
Bei der Perkussionspistole und dem Perkussionsrevolver erfolgt die Zündung des Schwarzpulvers über ein Zündhütchen, bei der Steinschloßpistole entzünden die Funken eines Feuersteins das Pulver.

Damit stellen die Vorderladerdisziplinen sicherlich die urtümlichste Art des Sportschießens dar.
 

 
Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Im Vorderladerbereich gilt die sog. Zentrumswertung, d. h. das Zentrum des Einschussloches muß über der Begrenzungslinie des Ringes liegen.
Trifft ein Schuss z. B. die Begrenzungslinie des 10er-Kreises, erhält er nur die Wertung 10, wenn sich mindestens die Hälfte des Loches im Bereich des 10er-Ringes befindet.
In den meisten anderen Disziplinen wird ein Treffer bereits als 10 gewertet, wenn die Begrenzungslinie "angeschossen" ist.

Maximal sind mit einer 15-Schuß Serie 150 Ringe erreichbar.
 

Präzisionsscheibe

Scheibe für Perkussionspistole, Perkussionsrevolver und Steinschloßpistole
 


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Vorderladergewehr:

Hier gibt es zwei verschiedene Disziplinen (die von unseren Mitgliedern geschossen werden), die sich nur durch die verwendeten Sportgeräte unterscheiden: Perkussionsgewehr und Steinschloßgewehr. Die Distanz beträgt bei beiden Disziplinen 50 m.

Es werden im stehend Anschlag 15 Wertungsschüsse abgegeben für die dem Schützen max. 40 Minuten zur Verfügung stehen. Die Zeit beinhaltet auch den Ladevorgang, der bei diesen Disziplinen natürlich wesentlich länger dauert als z. B. bei den Großkaliberdisziplinen.

Vor der Wertungsserie gibt es einen 10-minütigen Probedurchgang, in dem der Schütze beliebig viele Probeschüsse abgegeben kann.

Die Besonderheit ist, daß wie bei der Perkussionspistole keine fertige Patronenmunition verwendet wird, sondern Schwarzpulver, Geschoß und Zündsatz separat geladen werden müssen.
Beim Perkussionsgewehr erfolgt die Zündung des Schwarzpulvers über ein Zündhütchen, beim Steinschloßgewehr entzünden die Funken eines Feuersteins das Pulver.
 

 
Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Im Vorderladerbereich gilt die sog. Zentrumswertung, d. h. das Zentrum des Einschussloches muß über der Begrenzungslinie des Ringes liegen.
Trifft ein Schuss z. B. die Begrenzungslinie des 10er-Kreises, erhält er nur die Wertung 10, wenn sich mindestens die Hälfte des Loches im Bereich des 10er-Ringes befindet.
In den meisten anderen Disziplinen wird ein Treffer bereits als 10 gewertet, wenn die Begrenzungslinie "angeschossen" ist.

Maximal sind mit einer 15-Schuß Serie 150 Ringe erreichbar.

Präzisionsscheibe

Scheibe für Perkussions- und Steinschloßgewehr


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Unterhebelrepetierer Zentralfeuer / Kleinkaliber:

Geschossen wird mit einem Unterhebelrepetiergewehr auf eine Distanz von 50 m. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden diese Gewehre auch häufig als "Winchester" klassifiziert, obwohl dieser Begriff eigentlich nur einen der Hersteller und nicht den Gewehrtyp bezeichnet.
In der Disziplin Kleinkaliber ist das Kaliber des Gewehres auf .22 beschränkt, während in der Disziplin Zentralfeuer alle Kaliber über .22 bis einschließlich .45 zugelassen sind.

Eine Wertungsserie besteht aus 40 Schüssen, wobei jeweils 20 Schüsse in den beiden Anschlagsarten "Stehend" und "Kniend" abgegeben werden.

Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Wie beim Vorderlader gilt auch bei dieser Disziplin die sog. Zentrumswertung, d. h. das Zentrum des Einschussloches muß über der Begrenzungslinie des Ringes liegen.
Trifft ein Schuss z. B. die Begrenzungslinie des 10er-Kreises, erhält er nur die Wertung 10, wenn sich mindestens die Hälfte des Loches im Bereich des 10er-Ringes befindet.
In den meisten anderen Disziplinen wird ein Treffer bereits als 10 gewertet, wenn die Begrenzungslinie "angeschossen" ist.

 

Stehend:

In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben für die dem Schützen max. 75 Sekunden zur Verfügung stehen. Dies ist die reine Schießzeit, d. h. das Laden mit 5 Patronen erfolgt vor Beginn der Zeitmessung nach einem Kommando der Standaufsicht.

Vor dem ersten Wertungsdurchgang gibt es einen Probedurchgang, in dem ebenfalls 5 Schüsse in 75 Sekunden abgegeben werden.

Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar.
 

Kniend:

In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben für die dem Schützen max. 75 Sekunden zur Verfügung stehen. Dies ist die reine Schießzeit, d. h. das Laden mit 5 Patronen erfolgt vor Beginn der Zeitmessung nach einem Kommando der Standaufsicht.

Es gibt vor dem ersten Wertungsdurchgang keinen weiteren Probedurchgang mehr.

Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar.
 

Unterhebelrepetierer

Unterhebelrepetierer Zentralfeuer

Präzisionsscheibe

Scheibe für Unterhebelrepetierer


Die Ergebnisse aus Stehend- und Kniendanschlag werden addiert, d. h. es sind maximal 400 Ringe erreichbar.


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Historische Einzelladergewehre (Westernwaffen):

Hierbei handelt es sich um keine offizielle Disziplin des Deutschen Schützenbundes, d. h. abhängig vom Landes-, Bezirks- oder Kreisverband kann das Reglement differieren. Im Kreis Mainz-Alzey-Worms wird diese Disziplin im Sportjahr 2010 erstmalig bei einer Kreismeisterschaft ausgetragen.

Geschossen wird mit einem Einzellader-Patronengewehr in einem beliebigen Kaliber zwischen .38 und .45, dessen historisches Vorbild vor dem 01.01.1886 gebaut wurde. Diese Gewehre sind häufig aus Perkussionsgewehren hervorgegangen, die nach Erfindung der Patronenmunition hierfür umgerüstet wurden und z. B. bei der Büffeljagd Verwendung fanden.

Es werden im stehend Anschlag 15 Wertungsschüsse auf eine Distanz von 50 m abgegeben für die dem Schützen max. 20 Minuten zur Verfügung stehen.
Vor der Wertungsserie gibt es einen Probedurchgang, in dem 5 Probeschüsse im 7 Minuten abgegeben werden.

Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Wie beim Vorderlader gilt auch bei dieser Disziplin die sog. Zentrumswertung, d. h. das Zentrum des Einschussloches muß über der Begrenzungslinie des Ringes liegen. Trifft ein Schuss z. B. die Begrenzungslinie des 10er-Kreises, erhält er nur die Wertung 10, wenn sich mindestens die Hälfte des Loches im Bereich des 10er-Ringes befindet. In den meisten anderen Disziplinen wird ein Treffer bereits als 10 gewertet, wenn die Begrenzungslinie "angeschossen" ist.

Maximal sind mit einer 15-Schuß Serie 150 Ringe erreichbar.
 

Einzelladergewehr Baujahr 1876 (Replika)

Präzisionsscheibe

Scheibe für "Westernwaffen"


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Ordonnanzgewehr:

Geschossen wird mit einem Ordonnanzgewehr (Repetiergewehre, die bis 31.12.1963 militärisch im Einsatz waren und nicht zur Kategorie "Unterhebelrepetierer" gehören) in einem beliebigen Originalkaliber zwischen 6 und 8 mm.

Eine Wertungsserie besteht aus 40 Schüssen, wobei jeweils 20 Schüsse in den beiden Anschlagsarten "Liegend" und "Stehend" auf eine Distanz von 100 m abgegeben werden.
Insgesamt stehen dem Schützen 45 Minuten für die Wertungsserie incl. Probeschüsse, Laden, Scheibenwechsel und Wechsel der Anschlagart zur Verfügung.

Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

 

Liegend:

In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben.

Vor dem ersten Wertungsdurchgang können 5 Probeschüsse abgegeben werden.

Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar.
 

Stehend:

In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben.

Es dürfen vor dem ersten Wertungsdurchgang keinen weiteren Probeschüsse mehr abgegeben werden.

Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar.
 

Ordonnanzgewehr

Ordonnanzgewehr Baujahr 1904

Präzisionsscheibe

Scheibe für Ordonnanzgewehr


Die Ergebnisse aus Liegend- und Stehendanschlag werden addiert, d. h. es sind maximal 400 Ringe erreichbar.


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Kaliberangaben:

Viele Kaliberbezeichnungen stammen aus dem anglo-amerikanischen oder britischen Raum und werden daher in Zoll oder Inch gemacht, wobei ein Zoll (Inch) 2,54 Zentimetern entspricht.

Die Kaliberangabe .45 bedeutet, daß der Geschoßdurchmesser 0,45 Zoll (= 11,43 mm) beträgt, allerdings sind dies in der Regel gerundete Werte, weshalb man sie auch als Nennkaliber bezeichnet. Der tatsächliche Geschoßdurchmesser liegt im Kaliber .45 zwischen 11,45 und 11,66 mm (0,451 bis 0,459 Zoll).
Teilweise ist die Differenz zwischen Nennkaliber und tatsächlichem Geschoßdurchmesser sehr groß, wie man z. B. am Kaliber .38 erkennen kann. Hier liegt das Nennkaliber bei 9,65 mm während der Geschoßdurchmesser nur 9 mm (0,357 Zoll) beträgt.

Kaliberangaben in Zoll erkennt man an dem Punkt der vor der Zahl steht (der Punkt ist im anlgo-amerikanischen und britischen Raum das Dezimaltrennzeichen). Ein Anführungszeichen hinter der Zahl, wie man es z. B. von der Bildschirmgröße bei PC-Monitoren kennt, ist bei Kaliberangaben nicht üblich.

 

Die gängigsten (Nenn-)Kaliber und die dazugehörigen metrischen Geschoßdurchmesser:

Zoll Metrisch Bild

.177

 4,5 mm (Luftpistole)

Diabolo

.22

 5,6 mm (Kleinkaliber)

Patrone .22

.32

 7,65 mm

 

.357

 9 mm

Patrone .357

.38

 9 mm

 

.40

 10 mm

 

.44

 10,9 mm

 

.45

 11,45 mm

Patrone .45

 

Auch wenn manche Kaliber den gleichen Geschoßdurchmesser aufweisen, gibt es dennoch Unterschiede, d. h. die Patronen lassen sich nicht beliebig gegeneinander austauschen, wie man auf dem Bild auch deutlich bei den Patronen 9 mm und .357 sieht.

Bei diesen beiden Kalibern besteht der Unterschied vor allen darin, daß .357 eine Revolverpatrone und 9 mm eine Patrone für Pistolen ist.

Patronen im Größenvergleich

Maßstabgetreuer Größenvergleich v.l.n.r.: .45, 9 mm, .357, .22, .177