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Torsten Nagel
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Unterhebel- und Westernschießen Saarbrücken 2007
Powderface Howie, Rifle Franz und Lost Skalp vor Mumme's Gunstore
Auch in diesem Jahr machten sich 5
Mainzer (Doc Hans-Wolf, Rifle Franz, Little Gerd von den Gunning Brothers,
Powederface Howie und Lost Skalp) auf, den Cowboys im "Wilden Westen"
der Nation zu zeigen, daß man im Rheinland ebenfalls mit Winchester und Sharps
umzugehen versteht.
Neben den zwei Hauptdisziplinen Unterhebelgewehr (Winchester & Co.) und
Westernwaffen (Einzelladergewehre wie z. B. Sharps und Rolling Block), bei denen
jeweils 5 Schuß auf die normalen Wettkampfscheiben gemacht werden, wurden noch
zwei Cowboy-Action Disziplinen und natürlich das legendäre Quigly-Schießen
angeboten.
Im Quigly-Schießen, für das der
gleichnamige Film als Vorlage diente, müssen die Schützen mit 5 Schuß
zunächst ein Stahlpendel und danach eine Scheibe mit einem Holzeimer treffen.
Punkte gibt es aber nur für die Treffer auf dem Eimer, d. h. je mehr Schüsse
für das Pendel benötigt werden, desto weniger stehen für den Eimer zur
Verfügung und desto weniger Punkte kann man erreichen.
Der erste Preis bei dieser Disziplin –
eine handgefertigte Quigly-Figur –
wurde in diesem Jahr von Rifle Franz gewonnen. Er erreichte 34 von 40 möglichen
Punkten und damit ist die Trophäe in 4 Jahren bereits zum dritten Mal nach
Mainz gegangen.
Beim Western-Action gab es eine Büffelscheibe und einen Spielsalon-Parcours.
Auf die Büffelscheibe mußten 3
Schüsse in 4 Sekunden hoch zu Roß abgegeben werden. 4 Sekunden sind sehr kurz
für zielen, schießen, repetieren, zielen, schießen, repetieren, zielen,
schießen und so mußten sich viele Teilnehmer mit nur zwei Treffern zufrieden
geben.
Obwohl Powderface und Lost Skalp beide 3 Treffer und 24 Ringe erreichten, war
das nicht genug für einen vorderen Rang –
die ersten beiden ereichten jeweils 29, der drittplatzierte 28 von 30 möglichen
Punkten.
Powderface Howie sitzt fest im Sattel
Lost Skalp nimmt Maß
Doc Hans-Wolf in Action
Rifle Franz war hier etwas zu langsam
Beim Spielsalon-Parcours wurde auf
Zeit, nacheinander mit 3 verschiedenen Waffen geschossen: Single-Action
Revolver, Unterhebelgewehr und Schrotflinte.
Mit dem Revolver und dem Gewehr galt es jeweils 4 Ziele mit 5 Schuß zu treffen,
mit der Schrotflinte mußten zwei Blecheimer "abgeräumt" werden.
Nach dem Start wurde zunächst durch
das Ziehen einer Spielkarte ermittelt, ob der Schütze mit dem Revolver oder dem
Gewehr beginnen muß.
Dann wurde mit der jeweils anderen Waffe geschossen. Den Abschluß bildete immer
die Schrotflinte, denn hier mußte man auf ca. 10 m Entfernung vorlaufen. Die
Zeitnahme wurde gestoppt, wenn der Schütze wieder den Tisch erreicht hatte und
für jedes nicht getroffene Ziel gab es Strafsekunden.
Mit einer Schießzeit von 59 Sekunden und 20 Strafsekunden für zwei nicht abgeräumte Ziele war Lost Skalp hier der beste Mainzer, allerdings reichte diese Leistung trotzdem nur für einen Platz im Mittelfeld.
Zunächst werden die Regeln erklärt und die Waffen geladen
und dann geht es los
Powderface mußte zuerst mit dem Revolver ran
Mit dem Gewehr ging es dann weiter
und den Abschluß bildete die Schrotflinte
Doc Hans-Wolf beäugt das Ganze etwas skeptisch
Nach dem Schießen gab es dann
zunächst eine kleine Stärkung in Form von Steaks, Würsten, Kaffe und Kuchen
und einen Einkaufsbummel durch die Flaniermeile der angereisten Händler.
Hier wurde dann natürlich gefachsimpelt und die Ausrüstung durch das ein oder
andere Accessoire ergänzt.
Den Ausklang des Tages bildete Musik und Tanz im Saloon und der Morgen dämmerte bereits als wir uns im staubigen Sand der Prärie in unsere Decken wickelten um vor dem langen Heimritt noch etwas zu schlafen.
Und Abends in den Saloon
Bei Wein bzw. Bier, Weib und Gesang ließen wir den Tag ausklingen
Resüme:
Wir haben uns wacker geschlagen, auch wenn es nicht ganz so gut lief wie im Jahr zuvor – Spaß gemacht hat es in jedem Fall, und daher werden wir sicherlich auch im nächsten Jahr wieder dem Ruf des "Wilden Westens" folgen.
Lost Skalp im Oktober 2007